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PELLEGRINI

PELLEGRINO

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Dieser fongomontanus glaubte wirklich die Quadratur des Cirkels gefunden zu Jaben, und machte seine Entdedung in seis ner Cyclometria, 1612, 1617, 1664. in 4. bekannt; aber pell zeigte, daß fie bloß in seiner Einbildung bestand.

PELLEGRINI (ANTONIO), ein Mahler von Padua, ternte bei einem mittelmäßigen Meister, Namens Genga, und zu Ves nedig bei Paul Pagano. Seine glüdlichen Erfindungen und die hurtige Ausführung seiner Arbeit brachten ihn in den Ruf eines geschidten und sinnreichen Mahlers in Dehlfarben und auf frischen Kalk. Er ging nach Deutschland, und arbeitete in chur. Pfälzischen Diensten: ein ganzes Zimmer in dem Lustschloffe Bensberg zeuget vorzüglich von seinen Talenten. Zu Wien are beitete er darauf für verschiedene Kirchen. Die Heilung des Gichtbrüchigen in der Kirche des H. Carl Borromaus wird beo sonders gerühmt. Nach vielen und langen Reisen durch Deutsch land, (wo er auch zu Dresden die Dede der königlichen Biblios thek und zwei Såhle in den Zwingergebåuden mahlte, durch Franta reich und England, ließ er sich zu Venedig nieder, und starb 1741 im 67. Jahre seines Alters.

PELLEGRINI (PELLEGRINO), genannt TIBALDI oder PELLEGRINO DA BOLOGNA, wurde 1522 oder 1527 34 Bologna geboren. Man ist wegen seines Lehrmeisters unges wiß: Bartholom å us Ramenghi, Peter Buonocorsi, M. A. Buonaroti und Daniel Ricciarelli werben da. für angegeben. Die Carracci nannten ihn ben ceformierten Michel Angelo.

Es ist wahrscheinlich, daß fich Pellegrini, als er mit der Mahlerei sein Glück nicht machte, auf die Baukunft legte, wors in er es so weit brachte, daß er zu Rom, Loretto, Ancona, Bos logna und Mailand arbeitete, in welcher leķtern Stadt er Baus meister der Domkirche und Ingenieur des Herzogthums Mais land mard. Er ging nach Spamen, wo er als Mahler und Baumeister im Escurial arbeitete. Philipp II. beehrte ihn mit der Markgrafschaft Valsoldo im Mailåndischen, wo sein Vater ges boren war, und ließ ihm 100,000 Thaler auszahlen. Er ging nach Mailand zurück, wo er 1591 oder 1596 starb. S. Pouilo Temert, F. Bartolozzi und andere haben mad ihm in it pfer gestochen.

PELLEGRINO DA MODENA, ein Beiname des MUNARI (PELLEGRINO).

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PELLICANUS (CONRADUS), funft Kürschner genannt, den 8. Januar 1478 zu Nuffach im Elsaß geboren, trat 1492 in den Franciscaner Drden, und bekleidete die vornebmsten Stellen seiner Provinz in Frankreich, ftalien und anderiårts. Als er im Jahr 1522 Guardian des Franciscaner : Klojters zu Basel ges worden war, nahm er fathers reiigionsíáße an, legte 1526 die Aronchefutte ab, und lehrte die Theologie, Debråische Sprache und das bürgerliche Recht zu Zich, wo er den 5. April 1556 starb. Er hatte mit Erasmus große Streitigkeiten gehabt, und hins terließ mehrere Werke, die in 7 Foliobinden beraus tamen, und worin früh unter andern Ueberlegungen vieler rabbinischen Schrifo ten befinden : PELLOUTIER (SIMON), Prediger der Französischen Ges meinde zu Berlin, Mitglied und Bibliothecar der Academie dies Ter Stadt und Kirchenrath, wurde 1694 aus einer von Lyon herstammenden Familie zu Leipzig geboren, und verwaltete die, ihm anvertrauten Steñen mit Auszeichnung. Seine Histoire des Celtes, et particulierement des Gaulois et des Ger

mains, depuis les tems fabuleux, jusqu'à la prise de Ronie

pas les Gaulois, gereicht peiner Gelehrfamkeit zu unendlicher Ehre. Die beßte Uusgabe dieses Werteß ist die, welche M. de Chiniac 1770 in 2 Duart- und 8 Duodezbånden zu Paris besorgte. Die Memois ren, womit Pelloutier die der Berliner Academie bereicherte, find eine der großesten Zierden der Sammlungen dieser gelebrten Gea sellschaft. Er starb 1757.

PELOPIDAS, General der Thebaner, nahm im Jahr 380 por Christi Geburt den facedåmoniern durch Lift die Burg Cads mea wieder weg. Er zeichnete sich mit Epaminondas in den berühmtesten Vorfällen des Bootischen Krieges, vorzüglich aber in der Schlacht bei Leuctrå, im Jahr 371 vor Christi Geburt, und zwei Jahre spåter bei der Belagerung von Sparta aus. Er beredere die Thebaner, den Tyrannen Alerander von Pherå mit Krieg zu überziehen, und commandierte diesen Feldzug. Seine Armee war schwacher, als die des Tyrannen. Man meldete ihm dieß : Desto besser, antwortete er, wir werden ihrer also nur desto mehr ichlagen! In diesem allzu großen Selbstvertrauen fiel er Alerandern in die Hände; ob er aber gleich fein Gefangener war, so droht er ihm doch, ihn seiner Vers brechen, wegen bestrafen zu lassen. Als ihn der Tyraan deßwes

gent

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gen fragen ließ, warum er den Tod suchte ? antwortete er ihm: damit du, indem du durch meinen Tod den Haß der Götter und Menschen mehr auf dich ladest, früber sterben mögest. Er wurde von Epaminondes aus der Gefangenschaft befreit, überließ side nun ganz der Race, und feste sich in einem Treffen, um den Eyrannen eigenhåndig zu erlegen, den großesten Gefahren aus. Diese Schlacht fiel im Jabr 364 vor Chrifti Geburt vor. Pelos pidas erbielt den Sieg, blieb aber selbst in derselben.

PENN (WILLIAM), einziger Sohn des Ritters Penn, Vis ceadmirals von England, wurde 1644 zu kondon geboren. Er wurbe zu Drford erzogen, und übte sich in allem, was den Kors per und den Geist bildet. Seine fernbegierbe zog ihn nady Frankreich: er zeigte sich am Hofe, und erlangte hier die Frana zösische Urtigkeit. Uis er nach England zurüd ging, und das Ochiff, auf welchem er überfuhr, gendthiget war, in einen Irlåns disden Hafen einzulaufen, kam er von ohngefähr in eine Ber. sammlung der Quåter oder Trembler 8, und wurde so sebe für sie eingenommen, daß er sich gånzlich ihrer Partei widmete. Er ließ sich in ihren Grundsätzen unterrichten, und tam als Quá. ter nach England zurůd. Als er zu seinem Bater dem Viceads miral kam, feßte er, anstatt vor ihm nach damahliger Sitte der Englender auf ein Knie zu fallen, und ihn um seinen Segen zu bitten, den Hut auf den Kopf, und sagte: Es freut mich, Freund, dich in guter Gesundheit zu treffen. Der Viceadmiral glaubte anfänglich, sein Sohn wåre verrůđt, erfuhr aber bald, daß er ein Quiker tåre. Er wandte alles an, ihn zu bewegen, dem Könige und dem Herzoge von Vort die Aufs wartung zu machen, den Hut unter dem Arm zu behalten, und fie nicht Du zu nennen, Wilhelm antwortete, sein Gewiffen lieffe dieß nicht zu, und man måßte Gott mehr als den Menschen ges horchen. Hierauf jagt ihn der aufs höchste aufgebrachte Bater aus dem Hause. Der junge Penn dankte Gott dafür, was er schon jetzt für die gute Sache litt, predigte in der Stadt, und machte viele Proselyten. Da er jung, schön und gut gewachsen war, fo liefen die Frauen vom Hofe und aus der Stadt, ihn andachtig zuzuhören. Der Patriarch George For fam selbst auf den Ruf, der sich von ihm verbreitete, nach London, ihn zu Feben. Beide faßten den Entschluß, Misfionnairs in frembe Länder zu Ichid'en; sie schifften fich nach Holland ein, nachdem fie Arbeiter in ziemlicher Menge zurůďgelaffen hatten, die im Weinberg indeßi arbeiteten.,

PENN

Zu Amsterdam hatten ihre Bemühungen einen gtů&lichen Ers fola. Was ihnen aber die meiste Ehre machte, war die Aufs nahme, die sie von der Prinzessin Elisabeth, der Sante des Königs Georg II. von England, einer durch Geist und Gelehr. famkeit ausgezeichneten Dame, erhielten. Sie befand sich eben im Haag, wo sie die Freunde lahe, denn so nannte man das mabis die Duåter in Holland. Sie hatte mehrere Conferenzen mit ihnen ; beide predigten oft bei ihr, und wenn sie auch keine vollkommene Duåkerin aus ihr machten, so gestanden sie doch wenigstens ein, daß die Prinzessin beinahe wie ifie selbst dachte. Die Freunde fåeten auch in England aus, erateten aber daselbst wenig ein.

Penn felbst ging auf die Nachricht von der Krankheit seines Waters nach England zurück, erhielt feine. Uussõhnung, und drådte ihm die Augen zu. Wilhelm erbte ein großes Vermogen, worunter auch Kronschulden waren, weil der Viceadmiral zu Seeerpeditionen Vorschüsse gethan hatte. Er mußte bei dieser Gelegenheit den König Carl II. und seine Minister oft Du nennen, und erhielt endlich 1681 von der Regierung statt des Geldes das Eigenthum und die Souverainetåt über eine Provinz in Nord, America an der westlichen Seite des Flusses Delaware. So ward ein Quåker ein Souverain. Er ging nun mit zwei mit Quåkern beladenen Schiffen in feine neuen Staaten ab. Man nannte dieses land seitdem nach seinem Namen Pennsylvas nien. Penn legte die Stadt Philadelphia an, welche gegenwärtig sehr blühend ist, und schloß gleich anfänglich mit den Americanern, seinen Nachbarn, ein Bündniß. Dieß ist der einzige Tractat mit diesen Völkern und den Christen, welcher nicht beschworen und nicht gebrochen wurde.

Der neue Souverain war auch der Gesetzgeber von Pennsyla vanien. Er gab Gereke, wovon bis jeßt (1786) noch keins abo geåndert worden ist. Die Fundamental - Constitutionen find in 24 Artikeln abgefaßt, wovon wir hier den ersten mittheilen,, wie er im Dictionuaire des Hérésies steht: „Im Namen Gottes, „bes Baters des Lichts und der Geifter, des Urhebers und Sea , genstandes aller göttlichen Kenntniß, alles Glaubens und alles „Gottesdienstes, erkläre und verordne ich für mich und die meis „nen, als erstes Grundgeset dieses Landes, daß jeder, der sich „bier aufheit, oder sich hier niederlassen wird, einer volen Freia

beit genießen soll, Gott auf die Weise zu dienen, wie ihm sein ✓ Gewissen sagt, daß es demselben am angenehmsten ist, und so

n lange

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;lange diese Person ihre chriftliche Freiheit nicht in Ausgelassens „heit umwandeln, und sich derseben nicht zum Nachtheil anderer bedienen wird, indem sie z. B. veråchtlich von Gott, von Jesu » Christo , 'von der heiligen Schrift oder von der Religion spricht, eine moralische Uebelthat begeht, oder andern Unrecht thut, i wird sie von der bürgerlichen Dörigkeit geschůkt, und im Ger nuß der benannten christlichen Freiheit gehandhabt werden.“

Eine Menge Quåker begab sich nach America, um den Bes drůdungen zu entgehen, die sie bis zum Tode Cars II. in Enge land zu dulden hatten. Der Herzog von York, der ihm unter „ dem Namen Jacob II. nachfolgte, und der Römischen Kirche „sehr zugethan war, sagt Plůquet, n hatte den Plan, die cathos „lische Religion in England wieder einzuführen, erlaubte deßwes „ gen die freie Uebung aller Religionen, und zeigte selbst eine bes „sondere Uchtung für die Quåter. Penn, der bei ihm in großen „Gnaden stand, benutzte dieß, um vorzüglich den Quåkern nůßs nlich zu sein, und ihnen die Thore zu Würden und Aemtern zu Offnen. Er erlangte ein Edict, welches dasjenige aufhob, das „ den Eid derer, welche nach Aemtern trachteten, vorschrieb. Penn war diesem Fürsten febr ergeben, und wurde sogar beschula digt, nach deffen Vorbild' ein Jesuit geworden zu sein. Diese Verleumdung krånfte ihn sehr; aber er rechtfertigte sich deßwegen, und sprach vor seinen Richtern und Unklågern mit so viel Bereds famkeit, daß er frei gesprochen wurde.

Unter dem Könige Wilhelm lebt er in einer Art von Eins fiebelei, aus Furcht, er möchte zu neuen Beschuldigungen der Urt Anlaß geben. Im Jahr 1699 that er mit seiner Gemahlin und Familie eine zweite Reise nach Pennsylvanien. Als er 1705 zurück gekommen war, wünscht ihr die Königin Anna oft an ihrem Hofe zu fehen. Im Jahr 1712 verkauft er Pennsylva. nien um 280,000 Pfund Sterling an die Krone England. Da die Puft bon fondon seiner Gefundheit nachtheilig war, hatt er sich schon 1710 nach Rushomb bei Twiford in der Provinz Bus cingham zurüdgezogen, wo er sein noch übriges Leben zubrachte, und 1718 starb.

Man hat von ihm verschiedene Schriften zu Gunften der Quả. Fer, in Englisder Sprache, die in Foliobånden heraustamen.

PENNI (GIOVANNI FRANCESCO), IL FATTORE ge. nannt, ein Mahler von Florenz, lernte bei dem berühmten Ras phael, der ihu vorzüglich liebte, und ihm die Besorgung seiner

båuss

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